Rosch haSchana

Auf einen Blick
- Datum
- Dienstag, 23. September 2025
- Gefeiert in
- Bosnia & Herzegovina, Israel
- Art
- Religiöser Feiertag
Was ist Rosch haSchana?
Rosch haSchana (Hebräisch: ראש השנה, bedeutet „Haupt des Jahres") ist das jüdische Neujahr und einer der heiligsten Tage im jüdischen Kalender. Es wird am 1. und 2. Tischri gefeiert, üblicherweise im September oder Oktober, und markiert den Beginn der Hohen Feiertage (Jamim Noraim, „Tage der Ehrfurcht"), einer zehntägigen Phase der Selbstbesinnung und Reue bis Jom Kippur.
Nach jüdischer Tradition gedenkt Rosch haSchana der Erschaffung der Welt — genauer der Erschaffung von Adam und Eva. Es ist ein Tag des göttlichen Gerichts, an dem Gott gemäß der Tradition die Taten jedes Menschen überprüft und sein Schicksal im Buch des Lebens einschreibt.
Wann ist Rosch haSchana 2025?
Rosch haSchana ist am Dienstag, 23. September im Jahr 2025. Die Termine für weitere Jahre finden Sie in der Tabelle unten.
Geschichte & Ursprung
Rosch haSchana hat seinen Ursprung in der Tora (Levitikus 23:23-25), wo es als Jom Terua (Tag des Blasens) bezeichnet wird. Die Bezeichnung „Neujahr" entwickelte sich in der rabbinischen Zeit.
Die Mischna (ca. 200 n. Chr.) nennt vier Neujahrstage im jüdischen Kalender, wobei der 1. Tischri das Neujahr für die Jahreszählung ist.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Rosch haSchana zu einem zweitägigen Fest mit einer immer aufwändigeren Liturgie und besonderen Gebeten (Unetane Tokef, Awinu Malkenu).
Der Brauch des Taschlich — Brotkrumen in fließendes Wasser zu werfen als symbolisches Abwerfen der Sünden — verbreitete sich im Mittelalter.
Wie wird gefeiert
Schofarblasen: Das Blasen des Schofar (Widderhorn) ist die zentrale Mizwa von Rosch haSchana. Es wird in bestimmten Mustern geblasen — Tekia (langer Ton), Schewarim (drei gebrochene Töne) und Terua (neun kurze Töne) — insgesamt 100 Stöße.
Symbolische Speisen: Äpfel in Honig getaucht stehen für die Hoffnung auf ein süßes neues Jahr. Runde Challah symbolisiert den Kreislauf des Jahres. Granatäpfel werden gegessen mit dem Wunsch, dass die Verdienste so zahlreich seien wie die Kerne.
Taschlich: Am ersten Nachmittag gehen viele Juden zu fließendem Wasser und werfen symbolisch Brotkrumen hinein, um ihre Sünden abzuwerfen.
Grüße: Der traditionelle Gruß ist „Schana Towa" (שנה טובה, „Ein gutes Jahr").
Gottesdienste: Ausgedehnte Gebetsgottesdienste mit dem Machsor (Feiertagsgebetbuch).
Weiße Kleidung: Viele Juden tragen weiße Kleidung als Symbol der Reinheit und Erneuerung.
Wo wird gefeiert
Rosch haSchana ist ein gesetzlicher Feiertag in 2 Ländern. Im Jahr 2025 fällt er auf Dienstag, 23. September.
Interessante Fakten
- Rosch haSchana wird sowohl in Israel als auch in der Diaspora zwei Tage lang gefeiert
- Der Schofar wird traditionell aus einem Widderhorn gefertigt, in Erinnerung an die Bindung Isaaks
- Genau 100 Schofarstöße werden während der Gottesdienste geblasen
- Die runde Challah symbolisiert den zyklischen Charakter des Jahres
- Rosch haSchana fällt auf den 1. Tischri, den siebten Monat des hebräischen Kalenders, nicht den ersten (Nisan)
- Der Gruß Schana Towa findet sich in jüdischen Briefen aus dem Mittelalter
Häufig gestellte Fragen
Was ist Rosch haSchana?
Rosch haSchana ist das jüdische Neujahr, gefeiert am 1. und 2. Tischri (September/Oktober). Es erinnert an die Erschaffung der Welt und beginnt die Hohen Feiertage bis Jom Kippur.
Wann ist Rosch haSchana?
Rosch haSchana fällt auf den 1. und 2. Tischri des hebräischen Kalenders, üblicherweise im September oder Oktober.
Was ist der Schofar?
Der Schofar ist ein Widderhorn, das während der Gottesdienste geblasen wird. Insgesamt werden 100 Stöße in bestimmten Mustern geblasen: Tekia, Schewarim und Terua.
Warum essen Juden Äpfel in Honig an Rosch haSchana?
Äpfel in Honig getaucht symbolisieren den Wunsch nach einem süßen neuen Jahr und sind eine der symbolischen Speisen des Festmahls.
Was ist Taschlich?
Taschlich ist eine Zeremonie am ersten Nachmittag von Rosch haSchana, bei der Juden zu fließendem Wasser gehen und symbolisch Brotkrumen hineinwerfen, um ihre Sünden abzuwerfen.
Reiseinspiration
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