Pessach

Auf einen Blick
- Datum
- Samstag, 31. März 2029
- Gefeiert in
- Bosnia & Herzegovina, Israel, Serbia
- Art
- Religiöser Feiertag
Was ist Pessach?
Pessach (Hebräisch: פֶּסַח) ist einer der wichtigsten jüdischen Feiertage, der sieben Tage (acht Tage in der Diaspora) lang gefeiert wird, beginnend am 15. Nisan des hebräischen Kalenders, üblicherweise im März oder April. Er erinnert an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei im alten Ägypten, wie im Buch Exodus erzählt.
Der Name „Pessach" bezieht sich darauf, wie Gott bei der zehnten Plage die Häuser der Israeliten „überging" und deren Erstgeborene verschonte. Pessach ist eines der drei Wallfahrtsfeste (Schalosh Regalim) im Judentum, zusammen mit Schawuot und Sukkot.
Wann ist Pessach 2029?
Pessach ist am Samstag, 31. März im Jahr 2029. Die Termine für weitere Jahre finden Sie in der Tabelle unten.
Geschichte & Ursprung
Die Geschichte von Pessach wird im Buch Exodus (Schemot) erzählt. Die Israeliten waren seit Generationen in Ägypten versklavt, als Gott Mose berief, sie in die Freiheit zu führen. Als der Pharao sich weigerte, sandte Gott zehn Plagen über Ägypten.
Vor der letzten Plage — dem Tod jedes Erstgeborenen — wies Gott die Israeliten an, ihre Türpfosten mit dem Blut eines Lammes zu kennzeichnen, damit der Todesengel ihre Häuser „übergehe". Danach ließ der Pharao die Israeliten endlich ziehen.
Die Israeliten brachen in solcher Eile auf, dass ihr Brotteig keine Zeit hatte aufzugehen, weshalb ungesäuertes Brot (Mazza) im Mittelpunkt des Pessachfestes steht. Sie durchquerten das Rote Meer, als Gott die Wasser teilte.
Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 n. Chr. wurden das Seder-Mahl und die Haggada zur zentralen Form der Begehung.
Wie wird gefeiert
Der Seder: Der Seder (bedeutet „Ordnung") ist das zentrale Ritual, ein festliches Mahl am ersten Abend. Familien und Freunde versammeln sich, um die Exodus-Geschichte anhand der Haggada nachzuerzählen.
Der Sederteller: Der Tisch trägt einen besonderen Teller mit sechs symbolischen Speisen: Maror (Bitterkräuter), Charosset (süße Paste), Karpas (grünes Gemüse in Salzwasser getaucht), Seroa (gerösteter Knochen), Beiza (geröstetes Ei) und Chaseret (zusätzliche Bitterkräuter).
Mazza: Während Pessach wird kein Chamez (Gesäuertes) gegessen, sondern Mazza (ungesäuertes Fladenbrot).
Vier Becher Wein: Vier Becher Wein werden während des Seders getrunken, entsprechend den vier Ausdrücken der Erlösung im Buch Exodus.
Die vier Fragen: Das jüngste Kind stellt die Ma Nischtana („Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte?").
Becher des Elia: Ein Becher Wein wird für den Propheten Elia bereitgestellt, und die Tür wird geöffnet, um ihn willkommen zu heißen.
Wo wird gefeiert
Pessach ist ein gesetzlicher Feiertag in 3 Ländern. Im Jahr 2029 fällt er auf Samstag, 31. März.
Interessante Fakten
- Pessach wird auch Fest der Freiheit (Chag HaCherut) oder Fest der ungesäuerten Brote (Chag HaMazzot) genannt
- Das Letzte Abendmahl Jesu war nach verbreiteter Forschungsmeinung ein Pessach-Seder
- Während Pessach entfernen gläubige Juden alles Gesäuerte aus ihren Häusern in einem Ritual namens Bedikat Chamez
- Die Haggada wurde in mehr Ausgaben gedruckt als fast jeder andere jüdische Text
- In Israel dauert Pessach 7 Tage, in der Diaspora 8 Tage
- Die Tradition, den Afikoman (ein Stück Mazza) für Kinder zu verstecken, ist einer der beliebtesten Seder-Bräuche
Häufig gestellte Fragen
Was ist Pessach?
Pessach ist ein bedeutender jüdischer Feiertag, der sieben oder acht Tage dauert und an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. Er wird mit dem Seder-Mahl, dem Essen von Mazza und dem Nacherzählen der Exodus-Geschichte gefeiert.
Wann wird Pessach gefeiert?
Pessach beginnt am 15. Nisan des hebräischen Kalenders, üblicherweise im März oder April. Es dauert sieben Tage in Israel und acht Tage in der Diaspora.
Was ist ein Pessach-Seder?
Der Seder ist ein rituelles Festmahl am ersten Abend des Pessachfestes. Familien versammeln sich, um die Exodus-Geschichte anhand der Haggada nachzuerzählen, symbolische Speisen zu essen und vier Becher Wein zu trinken.
Warum essen Juden an Pessach Mazza?
Mazza (ungesäuertes Brot) wird gegessen, weil die Israeliten bei ihrer Flucht aus Ägypten so eilig aufbrachen, dass ihr Brotteig keine Zeit hatte aufzugehen.
Was befindet sich auf dem Sederteller?
Der Sederteller enthält sechs symbolische Speisen: Maror (Bitterkräuter), Charosset (süße Paste), Karpas (grünes Gemüse), Seroa (Knochen), Beiza (Ei) und Chaseret (zusätzliche Bitterkräuter).
Reiseinspiration
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